Systemische Analysen
Systemische Analysen befassen sich mit der Tiefenstruktur von Interaktions- und Kommunikationsmustern zwischen Personen und Abteilungen innerhalb eines Unternehmens. Ausgehend von den offensichtlichen Verhaltensweisen aller Beteiligten werden die unausgesprochenen Gedanken, Gefühle, Botschaften und Loyalitäten erforscht, die den Arbeitsbeziehungen zugrunde liegen. In diesem unsichtbaren Teil findet man sowohl latente Konfliktpotenziale als auch die Schlüssel zur Optimierung des Zusammenwirkens innerhalb eines Teams oder einer Organisation.

Wichtige Themen einer systemischen Analyse sind die Machtverteilung, das Ausmaß von Motivation und Demotivation, das Verhältnis von Leistung und Honorierung, die Anerkennung und Wertschätzung von systemischen Positionen und Vorleistungen (Gründer, Reihenfolge des Eintritts in das Unternehmen u.v.a.m.).

Systemische Analysen liefern in vielen Fällen genau die Erkenntnisse, die neue Lösungswege ins Bewusstsein rücken und einen nachhaltigen, konstruktiven Veränderungsprozess ermöglichen. So können z.B. die Ursachen für Spannungen innerhalb der Geschäftsleitung oder die fehlende Durchsetzungskraft einer Führungspersönlichkeit auf die systemische Ursachen hin untersucht werden.

Zur Arbeitsweise gehören das geleitete Gespräch mit den Beteiligten, die Erarbeitung von Systemskizzen oder die Analyse mit Hilfe einer Aufstellungstechnik mit symbolischen Gegenständen. Veränderungsmaßnahmen werden sondierend getestet und bei nachgewiesen positiver Wirkung in angemessenem Ausmaß umgesetzt.
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