Die Arbeit mit dem „Inneren Team“
Die moderne Psychologie betrachtet die Psyche als ein aus verschiedenen eigenständigen Teilpersönlichkeiten zusammen gesetztes System. Jede dieser Teilpersönlichkeiten wie beispielsweise Macher, Antreiber, Kritiker, oder Abenteurer hat ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse, ihre eigenen Sorgen und Ängste und verfolgt ihre eigenen Ziele. Alle Teilpersönlichkeiten zusammen bezeichnet der Hamburger Psychologieprofessor und Kommunikationsforscher Schulz von Thun als „Inneres Team“.

Gewohnheitsmäßig nutzen wir nur einen Bruchteil der Problemlösungskapazität des gesamten „Inneren Teams“. Um ungenutzte Ressourcen zugänglich zu machen und im inneren System „kollektive“ Intelligenz wirksam werden zu lassen braucht es ein Ausbrechen aus gewohnheitsmäßigen Denkbahnen.

Die „Inneren Teamsitzung“ ist ein strukturierter Prozess, in dem sämtliche „Innere Personen“ zu Wort kommen, die zu einem Problem, einem Thema oder einer Frage eine Perspektive beizutragen haben. Dies ermöglicht es, schnell von den oberflächlichen Symptomen komplexer Problemlagen zum tiefer liegenden Kern einer Sache vorzudringen. Dies geht oft einher mit Durchbrüchen des Denkens, bei denen eine Lösung offensichtlich wird.
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